Am 08.05.2026, dem 81. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus, besuchten die 9a und die 9b die Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm in Saarbrücken.
Gemeinsam mit dem Landesjugendring Saar nahmen wir an einer eindrucksvollen Führung und einem Workshop teil. Außerdem erkundeten wir das Gelände selbstständig und hielten unsere Eindrücke mit Instax-Kameras fest.
Dass auf dem ehemaligen Gelände des Frauenlagers später ein Hotel erbaut wurde und die heutige Gedenkstätte erst ab 1985 entstand, überraschte uns sehr. Gleichzeitig wurde uns deutlich, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Gräueltaten des Nationalsozialismus wachzuhalten.
Das Lager „Neue Bremm“ wurde von 1943 bis 1944 von der Gestapo als sogenanntes „Erweitertes Polizeigefängnis“ genutzt. Doch es war weit mehr als nur ein Gefängnis: Insgesamt wurden dort etwa 20.000 Menschen festgehalten – darunter politische Gefangene, Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer, Kriegsgefangene sowie Menschen, die aus rassistischen Gründen verfolgt wurden. Viele Häftlinge wurden später in Konzentrationslager wie Auschwitz oder Natzweiler-Struthof deportiert. Die Aufseher missachteten die Menschenwürde der Gefangenen, folterten und demütigten Männer und Frauen.
Besonders erschütternd war für uns die Geschichte des „Löschbeckens“ im Zentrum des Männerlagers. Für viele Insassen galt dieser Ort als Hölle auf Erden, da dort grausame Misshandlungen stattfanden - körperlich wie seelisch.
Wir erfuhren, dass offiziell nur 83 Todesopfer dokumentiert wurden, Historikerinnen und Historiker jedoch von mehreren hundert Opfern ausgehen. Diese Erkenntnis machte uns besonders betroffen.
Am Ende unseres Besuchs legten wir weiße Rosen nieder und gedachten der Opfer des Nationalsozialismus zusätzlich mit einer Schweigeminute.
Der Tag hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit wachzuhalten.
Nie wieder!
81. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus











